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27.04.2017
Liebe Frau Schwarze
Auf dem Flughafen, nach unserem Abschied, hat sich Ela noch eine Weile nach Ihnen umgesehen. In der Tasche wollte sie erst nicht bleiben und gegen das Schlafmittel hat sie sich fest gewehrt. So habe ich sie einfach auf dem Arm gehalten, bis sie sich endlich ergeben hatte. Während des Fluges war sie absolut still und schlief. Am Zoll in Zürich haben wir dem Zöllner unsere Geschichte erzählt, doch meinte er, nachdem er Elas Pass gesehen hatte: "Wegen 300 Euros machen wir uns nicht die Mühe." Er gab uns einen Stempel in den Pass und das wars auch schon. Draussen haben wir Ela auf den Boden gestellt, aber die wollte nur Gras fressen - wahrscheinlich hatte ihr die ganze Sache etwas auf den Magen geschlagen. Auch war es sehr kalt und es regnete, wovon sie gar nicht begeistert war und wir auch nicht. Unser Auto war am Flughafen. Frau R. fuhr und Ela schlief in meinen Armen wieder ein. In etwa 40 Minuten waren wir bereits zuhause. Trotz grosser Müdigkeit hat sie ihr neues Zuhause erkundigt. Danach gab es zu essen und frisches Wasser. Sie fand ihr neues Spielzeug und wollte sogar noch spielen. Ihr Bett neben meinem Bett hat sie dann aber dankbar angenommen. Sie hat die ganze erste Nacht bereits ruhig in ihrem Bett geschlafen.
Am nächsten Morgen fand das Treffen mit unserem grossen Hund statt. Frau Rieger lief einen Weg von einer Seite an und Ela und ich von der anderen. So trafen wir uns "zufällig" auf weiter Flur, nur leider hat es wieder geregnet. Als Ela die Ulysse sah, wollte sie nur noch fliehen. Unsere Ulysse mag kleine Hunde sehr und wollte sie unbändig begrüssen, ist aber eben gross, haarig und dunkel. Unterdessen aber geht es immer besser. Beim Spazieren geht Ela neben oder gleich hinter Ulysse, die ihr Sicherheit gibt. Natürlich erweitern wir ihren Bewegungsraum nur langsam - nicht zuviel auf einmal. Ulysse und Ela begrüssen sich nun Nase an Nase, nur manchmal hebt die Ela ihre Lippen kurz an.
Heute fuhren wir in ein gutes Tiergeschäft und Ela bekam so allerlei. Mit der Tierärztin haben wir für nächste Woche abgemacht. Ela ist glücklich und zufrieden, spielt sehr gerne und ist sehr anhänglich! Sie hat uns angenommen und wir sie. Sie macht alles richtig und bringt uns immer wieder zum Lachen.
Wir sind so froh, dass wir nach Lanzarote geflogen sind, um Ela abzuholen und dabei auch Sie und Ihr Tierheim kennen zu lernen.
Wir sind tief beeindruckt von Ihnen weggefahren. Ihr jahrelanger Einsatz für Hunde in Not ist bewundernswert! Wir danken Ihnen für Ihren Einsatz und werden Sie weiterhin unterstützen und die Werbetrommel rühren.
Vielen Dank und alles Gute, Mirjam K. und Simone R.
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